Wort zur Woche von Pfarrerin Bia Ritter

Zu Christi Himmelfahrt 2021

„Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass du gen Himmel g´fahren bist“. Mit diesen Worten hebt ein Kirchenlied zu Christi Himmelfahrt an (Evang. Gesangbuch, Nr. 121). Die vier Evangelien schildern Jesu Heilswerk weitgehend in erzählender Weise mit dem Ziel, Christus als lebendigen Sachwalter über die Bewahrung des Weltraumes samt der bewohnten Erde darzustellen.

In diesen Tagen findet in Frankfurt der Ökumenische Kirchentag statt. Das griechische Wort Oikumene,- daran sei erinnert - meint die gesamte Lebenswelt auf der Erde. In Vorträgen mit Aussprache aller beteiligten Gäste und in gottesdienstliche Feiern werden insbesondere Themenbereiche bedacht werden, die zwei globale, weltumspannende und existentiell bedrohliche Krisen betreffen: Erstens: Die Erhaltung der gesamten Lebenswelt (Klimakrise) sowie zweitens die Überwindung der Pandemie (Gesundheitskrise).

Weltweit befassen sich die Staaten mit diesen beiden Herausforderungen, die einen mehr, doch die anderen leider auch weniger. Nun gibt es einen Lichtblick, zumindest in unserem Land, der sich in den letzten Tagen aufgetan hat: Die sogenannte Klimaneutralität wird zügiger angestrebt werden als ursprünglich veranschlagt - gemäß dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe. Zudem scheint (!) die dritte Pandemiewelle im Inland gebrochen worden zu sein.

Beides werte ich als einen Erfolg, den man freilich nicht lauthals bejubeln kann; doch immerhin tut sich Wesentliches zum Guten hin! Höchst wahrscheinlich haben weltweit viele Christen seit langem beharrlich gebetet um diese positiven Entwicklungen und werten sie nunmehr als eine Art Gebetserhörung, so auch ich selbst.

Christus ist der erhöhte Herr. Aus der himmlischen Ferne, also aus einem Abstand heraus, hat er alle Belange der belebten Welt „vor Augen“ und wirkt konstruktiv zugunsten der Tier- und Pflanzenwelt einschließlich der gesamten Menschheit. Insofern ist der Himmel über uns (heaven im Englischen) nicht unendlich fern, sondern mitten unter uns, jeden Tag aufs Neue!

In Strophe drei des besagten Kirchenliedes heißt es entsprechend: „Gen Himmel aufgefahren hoch, ist er doch allezeit bei uns noch; Halleluja. Sein´ Macht und Reich unendlich ist, wahr´ Gott und Mensch zu aller Frist; Halleluja“.

Einen gesegneten Feiertag, dem wir unserem Heilung-schaffenden Herrn verdanken, grüßt Sie und Euch

Pfarrerin Bia Ritter