Dank von Pfarrer Möller an die Kantorei, die Chorleiterin Marianne Lösch ...
und die Sopranistin Petra Klossek.
Das Landsberger Tagblatt schrieb am 28. Juni 2010:
Zauberhafte Sommer-Kirchennacht
Premiere Musik, Vorträge und Stille
Landsberg Mit der „langen Kirchennacht“ ging für Pfarrer Detlev Möller nicht nur ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Auch die Besucher dürften diese Premiere mit einer Fülle aus romantischen Klängen und meditativen Texten sicher noch lange in Erinnerung behalten.Begonnen hatte die „lange Kirchennacht“ jedoch nicht in der Kirche, sondern im Innenhof der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde.
Einen vokalen Wohlklang auf hohem Niveau erlebten die Besucher der langen
Kirchennacht beim Auftritt der evangelischen Kantorei. Foto: Ludwig Herold
Den Auftakt vollzog hier bei Einbruch der Dämmerung und wohligen 22 Grad Wärme die Kantorei mit der Solistin Petra Sofie Klossek (Sopran) unter der Leitung von Marianne Lösch mit bekannten Werken von Johann Strauß über Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Bela Bartok, Frederic Chopin bis hin zu Robert Schumann und Antonio Salieri.
Angesichts des 200. Geburtstages von Frederic Chopin begeisterte Daniel Holzhauser das Publikum mit der hinreißenden Etüde opus 10, Nummer 3 in E-Dur. Von Tolstoi bis Jackson
Nachdem sich die Besucher in der Pause mit Snacks und Getränken hatten erfrischen können, sorgten entlang des Weges zur Kirche 60 leuchtende Kerzen für eine zauberhafte Sommernachts-Atmosphäre.
An deren Ende, das heißt im Innern des Gotteshauses, begann gegen 23 Uhr der zweite Teil der langen Kirchennacht – gestaltet von Christoph Hauser (Orgel) und Rainer Kropf (Trompete). Dieses Duo begleitete mit seinem Konzertzyklus „Okna“ Pfarrer Möller bei dessen eindrucksvoller Präsentation der Fensterbilder von Marc Chagall.
Um Mitternacht folgte noch einmal Orgelmusik mit Werken von Darius Milhaud, Paul Dukas, Eugène Bozza, Alexandre Guilmant, Henri Eccles, Ton Verhiel, Larry Grossman und – aus Anlass des ersten Todestages – von Michael Jackson. Begleitet wurde die Organistin Marianne Lösch von der Saxofonistin Veronika Sax.
Den spirituellen Abschluss bildeten Cornelia Meyer (Orgel) und Lisa Pokorny (Cello) mit Kompositionen von Joseph Haydn, Christoph Emanuel Seitz, Daniel Hellbach, Bernhard Romberg und Matthias Nagel.
Alexa Dorow erinnerte mit dem Vortrag der Erzählung „Wie viel Erde braucht der Mensch“ an den 100. Todestag des Dichters Leo Tolstoi. Mit zwei Gebeten sowie dem christlichen Segen verabschiedete Pfarrer Möller die Gemeinde und deren Gäste.
Diese lange Kirchennacht, so Möller, soll in Verbindung stehen mit dem kürzlich veranstalteten ökumenischen Kirchentag in München. Für ihn eine wichtige Öffnung und Weitung zur Kirche und zum Glauben „und zwar in der Musik, im Schweigen, in unterschiedlichen Räumen – kurz ein vielschichtiges, multiplexes Angebot“. (her)
